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Description
Mo- und W-Werkstoffe werden von tiefen bis hin zu Temperaturen deutlich über 2000 °C in verschiedensten Anwendungen eingesetzt. Die Gründe hierfür sind deren ausgezeichnete mechanische Hochtemperatureigenschaften, ein niedriger thermischer Ausdehnungskoeffizient, eine gute Wärmeleitfähigkeit und eine sehr gute Korrosionsbeständigkeit gegenüber viele Säuren, Glas- und Metallschmelzen. Anwendungsbeispiele sind die Elektronik, die Medizintechnik, die Glasindustrie, die Lichtindustrie oder auch die Metall- und Kunststoffformgebung, um nur einige zu nennen.
Die beiden Metalle der 6-ten Gruppe des Periodensystems weisen einige Besonderheiten auf. Die spröd-duktil Übergangstemperatur der beiden kubisch-raumzentrierten Elemente wird sehr stark von der Mikrostruktur beeinflusst und die Korngrenzen spielen dabei eine wesentliche Rolle. Im Gegensatz zu anderen Metallen nimmt bei Mo und W mit zunehmender Erholung, und insbesondere mit Einsetzen der Rekristallisation, die Duktilität ab. Verschiedene Probenpräparationen und Verfahren für die Bewertung dieser Vorgänge werden vorgestellt. Darüber hinaus wird auf die Charakterisierung der Korngrenzen und den Einfluss der thermomechanischen Behandlung auf die Bildung festigkeitssteigernder Karbide in der Mo-Legierung MHC eingegangen.
Die Bildung von flüchtigen Oxiden in oxidierenden Atmosphären ab ca. 600 °C bei Mo und ab ca. 750 °C bei W erfordern Schutzschichten für den Hochtemperatureinsatz. Der Alterungsmechanismus von Silizidschichten auf Mo wurde mit energie- und wellenlängendispersiver Röntgenspektroskopie und Nutzung der Elektronenrückstreubeugung untersucht.