Speaker
Description
Archäologische Fundstücke sind prinzipiell Unikate, auch wenn es von einzelnen Typen mehrere Exponate gibt, so zum Beispiel alte Münzen, welche zum Teil Korrosion aufweisen. Mit konventioneller Computertomographie (CT) konnten so Subferrate untersucht werden, wobei es sich um römische Münzen mit einem Eisenkern und einer Beschichtung aus Bronze handelte. Da die Korrosionsprodukte, das metallische Eisen und die Bronze in den CT-Aufnahmen gut unterscheidbar sind, konnten aus den Bildern geeignete Schnitte für die Metallographie festgelegt werden.
Mittels micro-CT können auch kleinere archäologische Objekte untersucht werden, um einen Überblick zu erhalten. Je nach Objektgröße beträgt die Auflösung der micro-CT zwischen 5 und 10 µm. Nachfolgende metallographische Untersuchungen dienen dazu zur Gefügecharakterisierung und es können an den Schliffen auch Analysen im REM durchgeführt werden.
Es wurden verschiedene Bronzeknöpfe aus Brand- und Körperbestattungen untersucht. Mithilfe der micro-CT der Kontrast zwischen Korrosionsprodukten und metallischer Bronze besonders gut zu erkennen. So können Bereiche nicht korrodierter Bronze durchs metallographische Zielpräparation freigelegt und eingehend analysiert werden.
Liegen mehrere ähnliche Objekte vor, kann durch micro-CT Untersuchungen entschieden werden an welchen Teilen metallographische Analysen erfolgen und an welchen nicht.