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Description
Die späte Bronzezeit wird auch als Urnenfelderzeit bezeichnet. Brandgräber hatten einen zeitlichen Schwerpunkt in der frühen Hallstattzeit (Ha A) (1300–1100 v. Chr), aber Brandbestattungen reichen bis in die Stufe Ha B (ca. 1100–900 v. Chr.). In Inzersdorf ob der Traisen wurde eines der größten Brandgräberfelder Europas, mit zahlreichen Bronzebeigaben ausgestattet, gefunden.
Im Rahmen der experimentellen Archäologie erfolgten mehrere Kremierungsversuche mit Schweinen, um Brandbestattungen nachzugestellen. Dabei wurden auch verschiedene Bronzeobjekte den Kremierungsbedingungen ausgesetzt. Im vorliegenden Manuskript werden Bronzeplättchen (sogenannte „Buckelchen“) aus Cu10%Sn, die am Leichentuch aufgenäht waren, untersucht. Der abgebrannte Scheiterhaufen wurde archäologisch exakt aufgearbeitet und die Bronzeobjekte aus der Asche geborgen.
Durch die metallographischen Untersuchungen an den experimentell gewonnenen Bronzeobjekten kann abgeschätzt werden, welcher Temperatur das jeweilige Objekt während der Kremierung ausgesetzt waren. Die Gefügeveränderungen variieren zwischen kaum verändert, rekristallisiert bis aufgeschmolzen.
Man erwartet sich durch den Vergleich mit bronzezeitlichen „Buckelchen“ Erkenntnisse über die seinerzeitigen Kremierungbedingungen und die maximal erreichten Temperaturen.
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