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Description
Hochfeste Stähle bilden aufgrund ihrer guten spezifischen Festigkeit bei angemessener Zähigkeit, sowie wirtschaftlicher Vorteile wie Preis und Verfügbarkeit, die Grundlage für den modernen Konstruktionsbau. Aufgrund der steigenden nachhaltigen Ausrichtung wird die Materialeinsparung bei gleichbleibender oder besseren Leistungsfähigkeit, und infolgedessen eine geringere Umweltbelastung durch Produktion und Transport, zunehmend gefordert. Dies macht speziell die Weiterentwicklung hochfester Schweißgüter, welche einen kritischen Auslegungsbereich von hochfesten Stahlkonstruktionen darstellen, unumgänglich. Der Ausgangspunkt für diese Weiterentwicklung ist das Verständnis der Struktur-Eigenschaftsbeziehungen, weshalb der exakten mikrostrukturellen Charakterisierung der Schweißgüter höchste Priorität zukommt.
In Anbetracht dieser Aufgabenstellung, wurden hochfeste Mehrlagenschweißgüter mit minimalen Festigkeiten von 690 MPa und 960 MPa mikrostrukturell untersucht. Für die lichtmikroskopische Beurteilung wurden verschiedene Ätzmethoden verwendet. Zur detaillierten Auflösung der Gefügebestandteile wurden elektronenmikroskopische Untersuchungen wie Rasterelektronenmikroskopie und Elektronenrückstreubeugung herangezogen.
Die lichtmikroskopische Untersuchung der unterschiedlich geätzten Schweißgüter ermöglichte Rückschlüsse auf die primäre Erstarrung während des Schweißens. Die Darstellung der ehemaligen Austenitkörner erfolgte mittels Elektronenrückstreubeugung, wobei eine detaillierte Aussage über die diffusionslos umgewandelten Gefügebestandteile mit licht- und elektronenmikroskopischen Ansätzen möglich war.