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Description
Der Stirnabschreckversuch nach Jominy (DIN EN ISO 642) ist seit den 40ern des 20. Jahrhunderts ein integraler Bestandteil zur Prüfung der Eignung eines Stahls zur Härtung/Vergütung. Da die Abkühlbedingungen über den Querschnitt der zylindrischen Probe nahezu identisch sind und somit die Abkühlrate nur in Längsrichtung variiert, können den mechanischen Eigenschaften aus den Härtemessungen die entstandenen Gefüge über eine Mikrostrukturanalyse zugeordnet werden.
Teilweise können Perlit, Bainit und Martensit nebeneinander vorliegen, deren gemeinsames Auftreten durch gelängte Seigerungen aus dem Verarbeitungsprozess erklärt werden kann. Über Mikrohärtemessungen, sowie die durch Elementverteilungen mittels Mikrosonde definierten lokalen Analysen können Erkenntnisse zu den mechanischen Eigenschaften im Mikrostrukturbereich gewonnen werden.
Obwohl die Jominy-Norm die Position der zu entnehmenden Probe scheinbar genau definiert, können dabei unterschiedliche Zonen des ursprünglichen Stranggusses erfasst werden. Die sich daraus ergebenden Unterschiede in der Einhärtetiefe bzw. der Maximalhärte werden an Hand von Beispielen erörtert.