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In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gelangte ein Wunderwerkstoff zu weltweitem Ruhm. Der vom Magdeburger Industriellen und Erfinder Hermann Gruson entwickelte Hartguss zeichnete sich durch eine außergewöhnliche Verschleißbeständigkeit aus, die den herkömmlich verwendeten Schmiedestählen weit überlegen war. Der Hartguss war unter anderem als Schutzwerkstoff auf dem gesamten Globus gefragt. Um den lang vergessenen Gruson’schen Hartguss ranken sich viele Geschichten. Erstmals wurde dieses Material nun mithilfe moderner Analysemethoden hinsichtlich mechanischer und mikrostruktureller Eigenschaften hin untersucht. Die ermittelten Mikrostruktur-Eigenschafts-Beziehungen geben interessante Aufschlüsse über den Werkstoff, wie auch über seinen Erfinder, einen der innovativsten Ingenieure seiner Zeit.