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Description
Für das Einstellen der geforderten Zielgehälter an Phosphor im Rohstahl ist dessen Abbindung in den sich bildenden mineralogischen Phasen der Schlacke, sowie die sich einstellende Schlackenviskosität entscheidend. Um die Auswirkung eines erhöhten Phosphorgehaltes im Roheisen (bis zu 1200 ppm) auf die Phasenausbildung und damit dem Phosphoraufnahmevermögen der Schlacke zu zeigen wurde die Kristallstruktur von Betriebsschlacken anhand von analytischen Methoden (LIMI, REM-EDX und XRD) bestimmt, verglichen und dabei die Bedeutung des Dicalziumsilikates für die Phosphorabbindung analysiert. Da das Dicalziumsilikat, zusammen mit anderen primären Phasen der Schlacke in fester Form vorliegt, beeinflusst es allerdings maßgeblich die Schlackenviskosität und damit das Ablaufen der metallurgischen Frischreaktionen. Um die Auswirkung der auftretenden festen Komponenten auf die Schlackenviskosität aufzuzeigen, wurde die Mineralogie und die Viskosität, der sich im Prozess bildenden Schlacke mit Hilfe der Software FactSage 8.1 berechnet und die tatsächliche Viskosität zusätzlich durch Rheometerversuche experimentell bestimmt. Anschließend erfolgte ein Vergleich zwischen den berechneten und den gemessenen Ergebnissen der auftretenden Phasen und der sich einstellenden Viskosität. Die sich daraus ergebenden Prozessparameter werden in der folgenden Arbeit präsentiert.