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Description
In metallurgischen Anwendungen nimmt der Einsatz von Seltenen Erden eine zunehmend größere Rolle ein. Diese werden in modernen Herstellungsprozessen nicht nur als Kornfeinungsmittel eingesetzt, sondern auch zur Markierung von Desoxidationsprodukten. Durch das Markieren (Tracen) der Einschlüsse ist es möglich, die Modifikation von beispielsweise Alumininiumoxiden über den Prozess zu verfolgen und zu erforschen. Aufgrund der teilweisen Reduktion der bestehenden Desoxidationsprodukte kommt es zur Veränderung der bestehenden nichtmetallischen Einschlüsse (NME) hinsichtlich der chemischen und physikalischen Eigenschaften, sowie ihrer Morphologie.
Die Modifikation der Einschlüsse mittels SE beeinflusst ebenfalls ihre Löslichkeit in verschiedenen Chemikalien. Daher liegt der Fokus der durchgeführten Arbeit darauf, die Stabilität der gebildeten komplexen mehrphasigen SE-Al-Oxide in häufig angewandten Extraktionsmethoden zu untersuchen.
Dabei kommt es zur Überprüfung der Anwendbarkeit von elektrolytischer und sequenzieller Extraktionstechnik bei SE-haltigen Einschlüssen. Bei den Proben für diese Studie handelt es sich um Ultra-low Carbon (ULC) Stähle, die durch Ce modifizierte Aluminiumoxide beinhalten. Ziel ist es, zusätzlich zur Überprüfung der Stabilität dieser mehrphasigen Einschlüsse in verschiedenen Extraktionsmethoden auch die Anzahl an Einschlüssen pro Volumen zu prognostizieren. Dazu findet eine Berechnung der NME-Konzentration mittels dem Modell nach Woodhead statt und anschließend werden die Ergebnisse dieser Modellrechnung mit einer gemessenen Anzahl an NME pro Volumen verglichen.