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Ziel der vorliegenden Arbeit ist die mineralogisch-petrographische Charakterisierung zweier Eisenerzsinter mit Basizität B2. Es wurden Sinter von zwei unterschiedlichen Aufgabemischungen mit als auch ohne karbonatischem Erz und variablem Koksanteil herangezogen und miteinander verglichen.
Die Sinterproben wurden mittels Sinterversuchsanlage im Labormaßstab in zylindrischen Packungen aus den Aufgabenmischungen hergestellt. Währen des Sinterns werden die Emissionen von Co, CO2, NO und SO2 im Abgas gemessen, ebenso wie das axiale Temperaturprofil und spezifische Sinterparameter. Mikroskopische Schlifffotos wurden mit der Bildverarbeitungssoftware VisuMet mineralogisch und petrographisch analysiert. Zusätzlich wurde der Modalbestand am REM mit der Software SmartPI von Carl Zeiss AG bestimmt.
Es wurden Sinter mit eisenhaltigen Phasen wie Hämatit, Magnetit, verschiedene SFCA-Phasen, Glas und unterschiedliche Ferrite hergestellt, die für den Einsatz in kommerziellen Reduktionsanlagen geeignet sind. Im Sinter aus der Mischung mit karbonatischem Erz wurde ein höherer Magnetitgehalt und im Sinter der Aufgabemischung ohne karbonatischem Erz ein höherer Hämatitgehalt festgestellt.
Geringfügige Variationen der Kokszugabe zeigten keine signifikanten Änderungen der Modalbestände. Karbonatisches Erz bzw. höhere Koksgrusgehalte führten zu Sinter mit einer höheren Niedertemperaturzerfallsfestigkeit. Die Reduzierbarkeit bei Bedingungen in Direktreduktionsschächten nimmt mit geringerem Koksgrusgehalt zu, während karbonatisches Erz keinen signifikanten Einfluss zeigt.